Wer: Güterfahrzeuge über 7,5 t zulässige Gesamtmasse. Auch landwirtschaftliche Maschinen und Schwertransporte, selbst mit Genehmigung.
Wo: auf allen außerstädtischen Straßen, Autobahnen eingeschlossen. Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt das nationale Verbot nicht.
Wann: an 79 Tagen im Jahr 2026, mit acht unterschiedlichen Zeitfenstern. Sonntags im Winter 9 bis 22 Uhr, im Sommer 7 bis 22 Uhr, dazu einzelne Samstage und Freitagabende.
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Alle Verbotstage 2026
Diese Liste stammt aus Anlage A des Dekrets. Wir haben jedes einzelne Datum gegen den echten Kalender 2026 geprüft, alle 79 stimmen mit dem angegebenen Wochentag überein.
Januar
| 1 Do | 09:00–22:00 |
| 4 So | 09:00–22:00 |
| 5 Mo | 16:00–22:00 |
| 6 Di | 09:00–22:00 |
| 11 So | 09:00–22:00 |
| 18 So | 09:00–22:00 |
| 25 So | 09:00–22:00 |
Februar
| 1 So | 09:00–22:00 |
| 8 So | 09:00–22:00 |
| 15 So | 09:00–22:00 |
| 22 So | 09:00–22:00 |
März
| 1 So | 09:00–22:00 |
| 8 So | 09:00–22:00 |
| 15 So | 09:00–22:00 |
| 22 So | 09:00–22:00 |
| 29 So | 09:00–22:00 |
April
| 3 Fr | 14:00–22:00 |
| 4 Sa | 09:00–16:00 |
| 5 So | 09:00–22:00 |
| 6 Mo | 09:00–22:00 |
| 7 Di | 09:00–14:00 |
| 12 So | 09:00–22:00 |
| 19 So | 09:00–22:00 |
| 25 Sa | 09:00–22:00 |
| 26 So | 09:00–22:00 |
Mai
| 1 Fr | 09:00–22:00 |
| 3 So | 09:00–22:00 |
| 10 So | 09:00–22:00 |
| 17 So | 09:00–22:00 |
| 24 So | 09:00–22:00 |
| 30 Sa | 09:00–14:00 |
| 31 So | 09:00–22:00 |
Juni
| 2 Di | 07:00–22:00 |
| 7 So | 07:00–22:00 |
| 14 So | 07:00–22:00 |
| 21 So | 07:00–22:00 |
| 28 So | 07:00–22:00 |
Juli
| 4 Sa | 08:00–16:00 |
| 5 So | 07:00–22:00 |
| 11 Sa | 08:00–16:00 |
| 12 So | 07:00–22:00 |
| 18 Sa | 08:00–16:00 |
| 19 So | 07:00–22:00 |
| 24 Fr | 16:00–22:00 |
| 25 Sa | 08:00–16:00 |
| 26 So | 07:00–22:00 |
| 31 Fr | 16:00–22:00 |
August
| 1 Sa | 08:00–22:00 |
| 2 So | 07:00–22:00 |
| 7 Fr | 16:00–22:00 |
| 8 Sa | 08:00–22:00 |
| 9 So | 07:00–22:00 |
| 14 Fr | 16:00–22:00 |
| 15 Sa | 07:00–22:00 |
| 16 So | 07:00–22:00 |
| 22 Sa | 08:00–16:00 |
| 23 So | 07:00–22:00 |
| 29 Sa | 08:00–16:00 |
| 30 So | 07:00–22:00 |
September
| 6 So | 07:00–22:00 |
| 13 So | 07:00–22:00 |
| 20 So | 07:00–22:00 |
| 27 So | 07:00–22:00 |
Oktober
| 4 So | 09:00–22:00 |
| 11 So | 09:00–22:00 |
| 18 So | 09:00–22:00 |
| 25 So | 09:00–22:00 |
November
| 1 So | 09:00–22:00 |
| 8 So | 09:00–22:00 |
| 15 So | 09:00–22:00 |
| 22 So | 09:00–22:00 |
| 29 So | 09:00–22:00 |
Dezember
| 6 So | 09:00–22:00 |
| 8 Di | 09:00–22:00 |
| 13 So | 09:00–22:00 |
| 20 So | 09:00–22:00 |
| 25 Fr | 09:00–22:00 |
| 26 Sa | 09:00–22:00 |
| 27 So | 09:00–22:00 |
Warum die Uhrzeit ständig wechselt
Viele Seiten nennen eine feste Zeit. Das ist falsch. Im Dekret stehen acht verschiedene Zeitfenster, und welches gilt, hängt vom Datum ab.
Von Januar bis Mai beginnt das Sonntagsverbot um 9 Uhr. Ab Juni beginnt es um 7 Uhr und bleibt so bis Ende September. Ab Oktober ist es wieder 9 Uhr. Ende immer 22 Uhr.
Dazu kommen Tage, die gar nicht in dieses Muster passen. Samstage im Juli enden meist schon um 16 Uhr, der 1. und der 8. August gehen bis 22 Uhr, und an einzelnen Freitagen im Juli und August fängt das Verbot erst um 16 Uhr an. Wer nach Gefühl fährt, fährt irgendwann hinein.
Wo das Verbot gilt, und wo nicht
Artikel 1 Absatz 1 sagt es wörtlich: das Dekret regelt die Fahrverbote «sulle strade extraurbane», also auf den außerstädtischen Straßen. Autobahnen sind dabei, denn eine Ausnahme für sie gibt es nirgends im Text.
Das lässt sich am Dekret selbst zeigen. In Artikel 7 werden zwei Befreiungen ausdrücklich eingeschränkt, indem Autobahnabschnitte ausgeschlossen werden. Diese Einschränkung wäre sinnlos, wenn Autobahnen ohnehin nicht unter das Verbot fielen.
Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt das nationale Verbot nicht. Dort können aber kommunale Regeln greifen, siehe unten.
Wer nicht betroffen ist
Eine Ausnahme, die im Alltag oft zählt, steht in Artikel 1 Absatz 6: der Kalender gilt nicht für Sattelzugmaschinen, die allein fahren, auf dem Rückweg zum Standort oder auf dem Weg, einen Auflieger anzukuppeln.
Das Dekret kennt darüber hinaus Verschiebungen für Fahrzeuge, die aus dem Ausland oder aus einem Hafen kommen, sowie eine Reihe von Befreiungen. Diese hängen an Bedingungen und an mitzuführenden Nachweisen. Für den Einzelfall gilt der Text des Dekrets, nicht eine Zusammenfassung.
Gefahrgut: strenger als der Rest
Für ADR-Klasse 1 und Klasse 7 gilt ein eigenes, schärferes Regime. Artikel 12 Absatz 1 verbietet diese Transporte unabhängig von der Menge und unabhängig von der Fahrzeugmasse, also auch unter 7,5 t.
Und zwar nicht nur an den Kalendertagen oben, sondern zusätzlich jeden Samstag von 8 bis 24 Uhr und jeden Sonntag von 0 bis 24 Uhr im Zeitraum vom 23. Mai bis 6. September 2026.
Südtirol, Aostatal und die Umweltzonen
Südtirol zieht den nationalen Kalender ausdrücklich auf die A22 Brennerautobahn durch. Ein Lkw, der an einem Verbotssonntag auf einer italienischen Autobahn legal unterwegs wäre, ist es auf der A22 durch Südtirol nicht. Dazu kommen eigene Sperrtage Richtung Staatsgrenze ab Sterzing, die nächsten am 5., 12., 19. und 26. September 2026, jeweils 7 bis 15 Uhr.
Aostatal hat eine Regel, die kaum jemand kennt und die grenzüberschreitend wirkt. Sobald in Frankreich ein Fahrverbot gilt, auch wenn es nur das Departement Haute-Savoie betrifft, und in Italien gleichzeitig keines, ist die Zufahrt zum Mont-Blanc-Tunnel automatisch gesperrt: A5, SS26 und SS26 dir, für Fahrzeuge ins Ausland über den Tunnel, die in Frankreich nicht einfahren dürfen.
Umweltzonen sind etwas anderes als der Kalender. Hier wird viel Falsches wiederholt. In der Lombardei sind ältere Diesel zwar beschränkt, aber nur innerorts, Autobahnen und Hauptverbindungen sind ausgenommen. Reiner Transit über A4, A1 oder A21 ist davon nicht betroffen. In der Emilia-Romagna gilt von Oktober bis März eine Beschränkung für Diesel bis Euro 4, im Piemont ganzjährig für Euro 0 bis 2. Ligurien betrifft nur leichte Fahrzeuge, nichts über 3,5 t.
Ueber die Provinz Trient sagen wir hier bewusst nichts. Wir haben dazu kein amtliches Dekret öffnen können, und raten lieber nicht.
Was es kostet
Der Verstoß wird nach dem italienischen Straßenverkehrsgesetz geahndet, mit 430 bis 1.731 Euro. Diese Beträge gelten unverändert, weil die sonst zweijährliche Anpassung für die Jahre bis einschliesslich 2026 ausgesetzt wurde.
Das ändert sich: das Anpassungsdekret ist bis zum 1. Dezember 2026 zu erlassen, für Beträge ab dem 1. Januar 2027. Wer diese Seite später liest, sollte den Betrag also neu prüfen.
Quellen
Alle Angaben oben stammen aus dem Dekret selbst, das wir vollständig gelesen haben, nicht aus Zusammenfassungen Dritter.
- Ministerialdekret Nr. 325 vom 12. Dezember 2025, Kalender der Fahrverbote 2026, mit Anlage A. Ministerium für Infrastruktur und Verkehr
- Codice della Strada (Gesetzesdekret 285/1992), Artikel 6 und 195, über Zuständigkeit und Bußgeldanpassung. Normattiva
- Autonome Region Aostatal, Dekret Nr. 649 vom 30. Dezember 2025, Artikel 3. trasporti.regione.vda.it
- Autonome Provinz Bozen, Fahrverbotskalender 2026 und A22-Dekrete. mobilitaet.provinz.bz.it
Der Kalender für 2027 lag bei unserer Prüfung noch nicht vor. Er erscheint erfahrungsgemäß Mitte Dezember. Wir prüfen diese Seite im Januar erneut.
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